Donnerstag, 11. November 2010

Die Weide hat gesprochen

Als ich gestern an unserem schön gelegenem Dorfsee spazieren war, begnete ich im morgendlichen Sonnentau zwei Weidenbäumen. Sie sangen im Wind und ihr beruhigendes Rauschen ihrer zarten herunterhängenden Arme war eine Energie für die Sinne...Ich lauschte den Beiden großen, mächtigen. Denen die verankert und verwurzelt sind, tief in Mutter Erdes Schoß.Ich saß mich auf die vermooste Bank die dazwischen steht. Die Sonne funkelte durch den schützenden Bogen ihrer Äste, sie streiften hin und her, tanzten im Wind, rauschten und sangen das Lieb der Erde. Einsam fühlte ich mich und zu gleich geborgen....gelbe, grüne, und glitzernde Farben hüpften vor meinen Augen.
Die Weide bemerkte mich nun auch,..es war die rechte zuerst. Sie klagte über die Erde, unsere Mutter will uns nicht aufgeben, doch die zerstörerischen Kräfte und die Gewalt der Menschenkinder lässt nicht nach...Sie zeigt nicht mehr lange Nachsicht. Wir sind zu weit gegangen, eine Katastrophe jagt die andere...unübersehbares Leid, Krieg, Hass!
Als die Weide an meiner linken begann zu Flüstern....war ich Traurig, ich bin es immer noch...und mehr gab es nicht zu Hören, von den beiden starken, großen, und erhabenen Bäumen. Das verwirrte mich. Der Glanz des Sees verschwand, der Himmel deckte sich mit dicken Wolken zu, und die Sonne verbarg sich still dahinter. Ich ging meiner Wege, mit dem Bewusstsein: Was sollen wir noch tun?
Die Atmosphäre ist getrübt, ein dunkler Schleier sitzt über uns. Mutter Erde liebt ihre Kinder, doch sie hat Angst, um weitere schläge!
Es ist die Ruhe vor dem Sturm...........